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Liebe Leserin, lieber Leser,
im November werden die Tage kürzer, die Blätter fallen von den Bäumen und die Kälte kriecht durch alle Ritzen. Gärten werden winterfest gemacht; die Autos bekommen Winterreifen und Frostschutzmittel - Schnee und eisige Zeiten können
kommen.

Gegen die Kälte der Herzen hilft es aber nicht, gegen die Seelenvereisung, die es bisweilen gibt, wenn ich enttäuscht oder verletzt werde, wenn ich friere vor Furcht oder zittere vor Ratlosigkeit.

Kürzlich sagte im seelsorglichen Gespräch mein Gegenüber: „Es geht mir gut, blendend gut. Ich blende alle… Selbst ich
falle auf mich herein...“ - Diese Worte haben mich tief berührt. Es kann in unserem Inneren recht frostig zugehen, manche
Beziehung liegt auf Eis und mancher Beziehungslose steht allein im kalten Wind und holt sich, wenn es hart kommt, eine Seelenentzündung.

So lasst uns beten:
„Mein Gott, lass dein Licht hereinleuchten in meine grauen
Tage. Mir ist manchmal sehr kalt ums Herz und ich schaffe es
selbst kaum, für andere Wärme aufzubringen.
Darum komme ich zu dir, mein himmlischer Vater, und wärme
mich an dem Feuer deiner Liebe. Amen“

Passen Sie gut auf sich auf und erkälten Sie sich nicht an Leib
und Seele.
Ihr
Pfarrer Manfred Endres

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