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Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Mitchristen,

Urlaub vom Alltag
Geht es Ihnen auch so? Zählen sie schon die Tage bis zu ihrem nächsten Urlaub?
Ich habe mir bis dahin noch allerhand Aufgaben vorgenommen. Ganz abgesehen von den nötigen Urlaubsvorbereitungen. Auch heute noch ist die Ansicht weit verbreitet, dass Arbeit – und zwar möglichst viel davon! - eine christliche Tugend sei.

Allerdings spricht die Bibel eine andere Sprache. Gott scheint gewusst zu haben, wie sehr der Alltag uns Menschen gefangen nehmen kann. Er hat uns sogar per Gebot einen Ruhetag verordnet. Er selbst ruht aus „am siebten Tag“, heißt es in der Schöpfungsgeschichte. Auch Jesus zieht sich immer wieder in die
Einsamkeit zurück.
Ich meine, es braucht den Wechsel von anstrengender Arbeit und bewusster Unterbrechung. Die Zeit der Muße ist dabei keine verschwendete Zeit. Sie hilft uns Beziehungen zu pflegen – die Beziehung zu uns selbst, zu anderen und damit auch die Beziehung zu Gott.

Die Urlaubszeit ist für mich eine Zeit der Muße, eine Unterbrechung der Alltagsroutine. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob wir verreisen, oder zu Hause bleiben, viel Geld ausgeben können oder nicht. Entscheidend ist, dass wir die Richtung wechseln – vom Müssen zur Muße, von der Hektik zur Ruhe, vom Konsumieren zum Genießen. Und das Tolle ist: Wir müssen damit gar nicht bis zum nächsten Urlaub warten!

Kleine Auszeiten können wir uns einfach zwischendurch schenken. Ich selbst gönne mir täglich einen Spaziergang mit dem Hund, manchmal ein Schwimmbadbesuch, oder ein Glas Wein im Garten. Diese Freiräume helfen mir, den Alltag wieder mit Energie zu meistern, aber auch Gottes Spuren im Alltag zu entdecken.
Erholsame Urlaubstage wünscht Ihnen
Gemeindereferentin Evi Warnke

 

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