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Liebe Mitchristen der Pfarreiengemeinschaft,

die Fastenzeit ist für viele Menschen mit dem Verzicht auf etwas verbunden. Im besten Fall jedoch wird die Zeit damit genutzt, sein eigenes Verhalten zu überdenken und zu bewerten, ob man ein gottgefälliges Leben geführt hat. Wo sollte ich gegensteuern, umdenken, bzw. anders handeln? Mit dem Aschenkreuz als äußeres Zeichen der Bekehrung, starten wir nun in die 40 Tage der Fastenzeit. Dabei stehen wir ganz nah bei unseren jüdischen Glaubensgeschwistern, die in der Zeit von Rosch ha Schana (dem jüdisches Neujahrsfest) bis Jom Kippur (dem Versöhnungstag) genau das gleiche versuchen. Gehen wir es also an.

Angehen werde auch ich hier in der Pfarreiengemeinschaft nun den praktischen Teil meiner Ausbildung zum ständigen Diakon, nachdem ich bereits 2019 mein Theologiestudium im Fernkurs abgeschlossen und ca. zwei Drittel der Ausbildung des Bistums absolviert habe. Ich bin 46 Jahre alt und lebe seit meiner Geburt in Langenleiten, wo ich nun schon seit über 12 Jahren einer der beiden Mesner bin. Hauptberuflich arbeite ich als Notfallsanitäter beim BRK Kreisverband Rhön Grabfeld, auf der Rettungswache in Bischofsheim und auf dem Stellplatz in Langenleiten. Meine Diakonenweihe ist für Mitte/Ende 2021 angedacht.

Diakone mit Zivilberuf sind nahe am Menschen, sie sind z.B. der Arbeitskollege, der etwas mit Kirche zu tun hat und so möglicherweise der erste Kontakt zur Kirche (seit langem). Das Wort Diakon entstammt dem Griechischen und bedeutet „Diener“ oder „Helfer“.

So helfen Diakone heute in der Seelsorge der Gemeinden mit, wenden sich denen zu, die am Rand der Gesellschaft leben, besuchen Alte, Kranke, Behinderte und Gefangene, begleiten Sterbende, kümmern sich um Menschen in besonderen Lebenskrisen. Sie bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor. Diakone assistieren dem Priester bei der Messe, verkünden das Evangelium, predigen, spenden die Taufe, Kommunion und den Segen, sie leiten Wortgottesfeiern, Trauungen und Begräbnisse.

Mein Bestreben ist es, unter all diesen vielfältigen Bereichen und Aufgaben meinen Platz zu finden, um mich bestmöglich einzubringen. Auf dass wir alle ein gottgefälliges Leben führen.

Siggi Kuhnen, Diakonatsbewerber

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