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22. April 2019 - Bischofsheim

Die Osterfeiertage klangen in Bischofsheim mit einem Benefizkonzert in der frisch renovierten St. Georgs Pfarrkirche aus. Viele Bischofsheimer und auch Interessierte aus der Region, die die Ostergottesdienste nicht besucht hatten, nutzten das Konzert, um sich einen Eindruck von der neuen und frischen Ausstrahlung der Kirche zu verschaffen.

Schon rein optisch macht die Kirche jetzt einiges her: die freigestellten Säulen und die verkürzten Bankreihen, die für einen freieren, größeren und offenen Kirchenraum sorgen, die hellen gesäuberten Wände, die die gotisch inspirierte Architektur der Kirche insgesamt größer und höher wirken lassen.

Das Konzert am Ostermontag war mehr als ein Konzert, es war ein musikalischer Gottesdienst mit Gebeten, Segens- und Herzenswünschen. Pfarrer Manfred Endres dankte den Akteuren der Musikkapelle Haselbach unter Leitung von Matthias Mai und den Chören der Liedertafel Bischofsheim unter Leitung von Edith Hüttner sowie Sophia und Roland Richter für die Auswahl der Texte und Matthias Vorndran, der seinen Beitrag zum Konzert an der Orgel beitrug.

Mit keinem passenderen Lied als „Füllt mit Schalle, jubelt die Halle“ (Christoph Willibald von Gluck) hätten die Sänger und Musiker das Konzert eröffnen können. Pfarrer Endres strahlte: „Es war zu Ostern etwas ganz besonders, nach der langen Zeit der Innenrenovierung wieder in die Kirche einzuziehen, an den vertrauten Ort zurück zu kehren und Gott die Ehre zu geben.“ Von den Kirchenbesuchern wollte er wissen: „Gefällt sie Euch.“ Begeisterte „Ja“-Rufe und Applaus gab es.

Der stellvertretende Bürgermeister Egon Sturm schloss sich der Begeisterung des Pfarrers an. „Das Werk ist trefflich gelungen“, formulierte er ganz poetisch. Die Bischofsheimer Stadtpfarrkirche sei nun auch für die nächsten Jahrzehnte ein Ort der Hoffnung, Zuversicht, des Zusammenhaltes, der Gemeinschaft und des Glaubens für die ganze Region der oberen Rhön. Sturm hoffte aber auch, dass sich die Kirche nicht nur zu solchen Anlässen wie einem Konzert so gut füllen werde, sondern auch zu Gottesdiensten.

Festlich ging es nach den Ansprachen mit der Musikkapelle weiter, die den „Festhymnus“ von Friedrich Silcher und das „Halleluja“ von Leonard Cohnen ausgewählt hatten.

Mit einem ganz persönlichen Magnifikat leiteten Sophia und Roland Richter zum „Regina Coeli“ des gemischten Chors über. „Mit dir, Maria, will ich einstimmen in den Lobpreis deiner Seele, in das Staunen deines Herzens, in den Jubel deines Liedes.“ Und noch ein Stück hatte der gemischte Chor vorbereitet: „A clare benediction“, ein Wunsch nach Gottes Barmherzigkeit, Gegenwart, Begleitung und Schutz.

Nach „Only Love“ der Musikkapelle überbrachten fünf Sänger der Liedertafel mit „Victimae paschali laudes“ den Ostersegen von Wipo von Burgund in der gregorianischen Ostersequenz. „Unwiderruflich und unendlich sind wir erlöst und aufgehoben in seinem Osterlicht – Halleluja“

Weiter ging es mit dem Männerchor und dem Spiritual „O my Lord“ und Soloeinlagen des Vorsitzenden der Liedertafel Manfred Enders. „Unser Herz singt immer O my Lord“.

Mit Tanz und Gesang aus Südafrika überzeugten und begeisterten die Frauen der Liedertafel „Ipharadisi, wo alle Toten leben, mögen wir eines Tages alle dort sein.“

Herzenswünsche von Vater und Tochter Richter leiteten zu den beiden letzten Stücken der Musikkapelle „Highland Cathedral“ und „Nessaja“ aus dem Musical Tabaluga über. „Erwachsen – was heißt das schon. Vernünftig – wer ist das schon“, sprachen Sophia und Roland Richter den Dialog.

Zum Abschluss des Benefizkonzertes, das zu Gunsten der Innenrenovierung der Stadtpfarrkirche organisiert worden war, gab es mit „Großer Gott wir loben dich“ , von Matthias Vorndran auf der Orgel gespielt und „Ein Haus voll Glorie schaut“ von der Musikkapelle zwei bekannte Kirchenlieder zum mitsingen für die Konzertbesucher. Mit einem kleinen Empfang im Kardinal-Döpfner-Haus und der Gelegenheit zum Austausch endet der Abend für die Akteure und Gäste.

Liedertafel Frauen

Musikkapelle Haselbach

 

21. April 2019 -  Bischofsheim

Die Bischofsheimer haben ihren „Rhöndom“ wieder. Bereits am Gründonnerstag fand der erste Gottesdienst im frisch sanierten Gotteshaus statt. Pfarrer Manfred Endres freute sich sehr über die gelungene Renovierung und hofft, dass auch die Bischofsheimer ihre Kirche mit den verschiedenen Neuerungen und natürlich den hellen Farben und aufgefrischten Malereien gerne wieder annehmen. „Am liebsten würde ich jeden befragen, wie ihm oder ihr unsere neue Kirche gefällt.“

Noch sei die Renovierung nicht gänzlich zu Ende, einige Kleinigkeiten seien noch zu meistern, bat Pfarrer Endres um Verständnis, wenn das eine oder andere noch unvollständig wirke. Eine der noch anstehenden Hauptaufgaben sie die Reinigung der Kreuzwegstationen. Hier hofft die Pfarrgemeinde Sponsoren für einzelne Stationen zu finden. Eine Station wieder instand setzen zu lassen koste 350 Euro. Auch stehe die Säuberung der Kanzel und Treppe sowie des Taufsteins noch aus.

Endres erinnerte daran, dass die Kirche eigentlich schon zu Weihnachten hätte soweit fertig sein sollen, dass die Gottesdienste wieder im Rhöndom stattfinden können. „Nun sind wir glücklich, dass wir zum Hochfest Ostern miteinander in der Kirche feiern können.“

Ganz klassisch wurde die Osternacht feiert. Die Gemeinde traf sich zunächst im Pfarrgarten beim Osterfeuer an dem die Osterkreuze entzündet wurde. Pfarrer Endres sprach die alten Segensworte über dem Feuer und der Kerze, die er begleitet von den Ministranten und den Kindern, die kleine selbst verzierte Osterkerzen zu diesem Gottesdienst mitgebracht haben, in die dunkle Kirche trug.

Mit dem Ruf „Lumen Christi“ (das Licht Christi) bereitete er die Gemeinde auf die bevorstehende Auferstehungsfeier vor. Mit „Deo gratias“ (Dank sei Gott!) beantwortete die Gemeinde den Ruf. Zugleich wurde es in der Kirche heller und heller, von der Flamme der Osterkerze ausgehende wurden die Kerzen der Gottesdienstbesucher entzündet. Wie es die liturgische Tradition vorgibt sang Pfarrer Endres das Exultet, das hohe Osterlob, das in keiner Osternachtsfeier fehlen darf. Denn

„dies ist die selige Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach und aus der Tiefe als Sieger emporstieg.“ Mit dem Einsetzen des Glorias zu dem die Altarglocken von den Ministranten geläutet wurden, wich das Dunkel dem hellen Licht des neuen Tages und die Bischofsheimer St. Georgs Kirche strahlte in ihrer ganzen neuen Pracht. Die Gläubigen begrüßten das Osterfest mit dem alten Ruf. „Der Herr ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden!“

19.03.2019 - Bischofsheim

„Es gibt Momente, in denen man die Stille hören kann.“ Solch einen Moment hat Burkhard Hose Würzburger Studentenpfarrer der katholischen Hochschulgemeinde bei einem Auftritt von Eva Fahidi, einer Überlebenden der Shoah erlebt. Die jüdische Zeitzeugin sprach über das Grauen, das sie als 18jährige in Auschwitz erlebte und die Gleichgültigkeit, die sie in ihrem Umfeld erfahren habe. Damals sei Burkhard Hose klar geworden, dass die Verbrechen der NS-Zeit nicht nur Geschichtsbuchwissen sind, sondern etwas mit ihm selbst und der Gegenwart zu tun haben. „Die Gleichgültigkeit und das Wegschauen von Nachbarn hat mindestens so tiefe Narben bei den Verfolgten hinterlassen wie offene Ablehnung und Hass.“

Mit diesen Gedanken stieg Burkhard Hose im Bischofsheimer Kardinal-Döpfner-Haus in einen interessanten und lebhaften Vortrags- und Diskussionsabend ein. Anhand von ausgewählten Textstellen aus seinem neuen Buch „Seid laut“ sprach er über seine Motivation für ein politisch engagiertes Christentum einzutreten. Dazu zählen eben die Begegnungen mit Überlebenden der Shoa, positive und mutmachende Erfahrungen mit engagierten Studierenden und die Begegnung mit Geflüchteten.

Zunächst habe ihm der Titel „Seid laut“ gar nicht gefallen, gebe es doch schon genug laute Stimmen, die mit viel Geräusch und Geplärre auf populistische Weise auf sich aufmerksam machen, während sich viele Menschen, die eine Vorliebe für leise Töne haben, zurück gezogen haben. Laut werden versteht Hose im Sinne von deutlich werden und das könne dann auch schweigend geschehen. Beeindruckt habe ihn Emma González, die Schülerin, die im Februar vor einem Jahr das Schulmassaker in Parkland, Florida überlebte und die gemeinsam mit ihren Mitschülern aufstand, auf die Straße ging und sich für eine bessere Zukunft und ein Land ohne Waffen einsetzte. Ihre Rede vor Hunderttausend Menschen begann sie mit einem sechsminütigen Schweigen, solange wie der Amoklauf an der Highschool dauerte. Sie ist für Hose ein Beispiel für viele junge Menschen, die über ihre eigenen Probleme hinausgehen, die Visionen für eine bessere Welt haben und sich dafür auch einsetzen. Solche jungen Menschen erlebe er auch Tag für Tag in der Würzburger katholischen Hochschulgemeinde.

So erzählte er von „Lukas“ und seinen Kollegen, die sich gegen die Abschiebung eines im Rollstuhl sitzenden jungen Afghanen wehrten. „Wir machen nicht oder nicht viel. Wir wollen für ihn da sein. Wir sind so ohnmächtig, weil wir nichts tun können“, zitierte er eine Messenger-Nachricht. Letztlich sei die Abschiebung abgebrochen worden, weil der Junge im Rollstuhl nicht im Polizeifahrzeug befördert werden konnte.

Zwei junge Leute, die sich bei Sea-Watch, einer zivilen Seenotrettung von Flüchtenden engagieren waren vor einiger Zeit in der Hochschulgemeinde zu Gast und berichteten von ihren Erlebnissen, just zu dem Zeitpunkt als der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder von „Asyltourismus“ sprach. Die Verzweiflung und das Unverständnis der jungen Menschen war für Hose erschütternd. „Wenn du tote Menschen aus dem Wasser ziehst und dann solche Sätze hörst, das passt nicht zusammen.“ Es sei völlig absurd darüber zu diskutieren, ob Menschen die ertrinken gerettet werden dürfen oder nicht.

Burkhard Hose sehe es als seine Aufgabe an junge Menschen zu motivieren und zu bestärken nicht wegzuschauen, sondern sich für mehr Menschlichkeit und die Vision von einem besseren Leben einzusetzen. Er erlebe viele engagierte junge Menschen, viel engagierter noch als vor zehn Jahre, nehme aber auch eine zunehmende Verzweiflung wahr. So sprach nach der offiziellen Veranstaltung eine junge Frau mit Burkhard Hose, den Tränen nahe, warum sie denn die einzige junge Frau Anfang 20 bei dieser Lesung in Bischofsheim war. Wo sind denn all die anderen jungen Menschen?

Für seine Haltung erntet Hose nicht nur Lob. Immer wieder werde er gefragt, ob er denn für „das Eigentliche“ noch Zeit habe, gerade so als sei das Soziale und Politische Engagement eine Spielwiese neben dem Christlichen. Burkhard Hose ist davon überzeugt, dass es „nie ein unpolitisches Christentum“ gab und die Evangelien seien durchsetzt mit Politik. Kritiker frage er gerne was denn „das Eigentliche“ sei? Oft höre er dann: Gottesdienste feiern und sich um das Seelenheil der Menschen kümmern. Er erwidere, um was anders als das Seelenheil gehe es denn bei Menschen, die vor Krieg fliehen und ihre Heimat verlassen und nun Angst vor Abschiebung haben. „Seelenheil das passiert auf der Straße. Und wo war Jesus? Der Mann war auf der Straße unterwegs. Er hob den Unterschied zwischen dem Heiligen und Profanen auf. Sünden vergab er auf der Straße.“

Der Einsatz für mehr Humanität habe nichts mit Naivität zu tun, stellte Hose klar. Sicherlich habe er auch keinen goldenen Weg, aber er müsse als Christ die Stimme gegen soziale Ungerechtigkeit erheben, sich für einen gemeinsamen Dialog und gegen machtorientierte Meinungsmache einsetzen. So stehe er auch auf gegen eine Politik, die christliche Werte instrumentalisiere.

Dreistimmiger Gesang und viel gute Laune zeichnete die Sternsinger auf dem Kreuzberg aus. Bürgermeister Georg Seiffert wurde bei der jährlichen Tour durch das Kloster von Matthias Hüttner und Georg Kirchner begleitet.

Weihnachten in Indien – das bedeutet 25 Grad und Sonnenschein, Mangozweige und Bananenstauden mit Blumengirlanden. Pfarrer Gabriel Gnanathiraviam, der bis April diesen Jahres in der Pfarreiengemeinschaft „Am Kreuzberg, Bischofsheim“ tätig war ist in seine indische Heimat, in den Bundesstaat Tanil Nadu, an der südindischen Westküste, zurück gekehrt. Doch zu seinen Freunden in der Rhön hält er nach wie vor engen Kontakt. In E-Mails, Telefonaten und Whatsapp-Nachrichten berichtet er immer wieder von den Herausforderungen in seiner Gemeinde sowie seiner neuen Tätigkeit und Verantwortung bei der Leitung einer Schule in einem der ärmsten Stadtviertel von Madurai.

Eigentlich hätte die Sanierung der Stadtpfarrkirche St. Georg schon abgeschlossen sein sollen und zu Weihnachten ein schöner Festgottesdienst in der hellen und sanierten Kirche stattfinden können. Doch wie das mit großen Baustellen so ist, es kam zu diversen Verzögerungen und auch unliebsamen Überraschungen und so konnte die Sanierung nicht im ursprünglich vorgesehenen Zeitrahmen abgewickelt werden. Nun wird es Frühjahr nächsten Jahres. „Ostern feiern wir ganz bestimmt in der sanierten Kirche“, versicherte Pfarrer Manfred Endres.

Ende April mussten die Menschen in der Rhön, speziell in der Pfarreiengemeinschaft „Am Kreuzberg, Bischofsheim“ von ihrem beliebten Seelsorger Gabriel Gnanathiraviam Abschied nehmen. Von 2013 bis 2018 war er als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft tätig. Seit Mai ist er wieder in seiner indischen Heimat und als Pfarrer tätig.

„Trost geben und getröstet werden“, lautete das Thema des diesjährigen Kinderbibeltages zu dem die katholische Pfarreiengemeinschaft „Am Kreuzberg, Bischofsheim“ und die evangelische Kirche Bischofsheim Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse eingeladen haben.

Seit 1. September 2018 ist Evi Warnke in der Seelsorgeeinheit in den Pfarreiengemeinschaften „Am Kreuzberg, Bischofsheim“, „Die Walddörfer“ und „Immanuel Hohe Rhön, Oberelsbach“ als Gemeindereferentin tätig. Offiziell stellt sie sich in diesen Wochen jeweils in Gottesdiensten in den Gemeinden vor. Für die Pfarreiengemeinschaft „Am Kreuzberg, Bischofsheim“ fand diese Vorstellung in Unterweißenbrunn statt, hat sie im dortigen Pfarrhaus doch auch ihr Büro.

Die Tiersegnung am Kreuzberg ist seit einigen Jahren, am Vortag des Franziskustages, eine beliebte Veranstaltung, vor allem für Hundehalter. Nutzen sie doch gerne den Tag zu einem Ausflug zum Heiligen Berg, um sich und ihre Lieblinge segnen zu lassen.

In allen Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft wurden Sternsinger in Gottesdiensten ausgesandt.

– Am 18. November 2018 wurden folgende Kandidaten gewählt:

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