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Die Tiersegnung am Kreuzberg ist seit einigen Jahren, am Vortag des Franziskustages, eine beliebte Veranstaltung, vor allem für Hundehalter. Nutzen sie doch gerne den Tag zu einem Ausflug zum Heiligen Berg, um sich und ihre Lieblinge segnen zu lassen.

Pater Georg Andlinger freute sich natürlich auch das Josef, der fünfjährige Bernhardiner des Klosters mit Ludwig Klebl zur Segnung gekommen war, sowie von der Rettungshundestaffel des Bayerischen Roten Kreuzes Rhön Grabfeld zwei Vertreter mit ihren Tieren Kanji und Marie. Aber noch viele weitere Hunde waren mit ihren Besitzern zur Kiliansstatue gekommen, um für einen Moment inne zu halten, Gott für ihre gesunden Vierbeiner zu danken und auch an die Tiere zu denken, denen es nicht so gut geht, die leiden, ausgebeutet werden, krank sind und die niemand haben, die sie streicheln und verwöhnen. „Die Tiere, die hier zum Kreuzberg gekommen sind, sind privilegiert“, erinnerte Pater Andlinger. „Vergessen wir nicht die Tiere, die leiden und dahin vegetieren. Die niemand haben, der sie streichelt, die sich niemals in der freien Natur bewegen, die nur für die Massenzucht gedacht sind, doch auch das sind unsere Mitgeschöpfe.“

 

In seiner Ansprache erinnerte er an den Auftrag der Menschen für das Wohlergehen der Tiere Sorge zu tragen. Dieser Auftrag sei in der biblischen Erzählung zur Schöpfungsgeschichte verankert. Gerade die Vorrang- und Sonderstellung des Menschen nehme ihn in eine besondere Verantwortung, für das Wohl das Tiere und eine artgerechte Tierhaltung einzutreten.

 

Viele Tiere erfüllen für ihre Besitzer ganz wertvolle und wichtige Aufgaben. Sie sind treue Hausgenossen und Begleiter und für einsame Menschen oft das einzige Lebewesen im näheren Umfeld. Auch als Blindenhunde oder Suchhunde dienen sie Menschen.

 

Pater Georg Andlinger machte deutlich, dass alle Tiere Mitgeschöpfe in Gottes Schöpfung sind. Im gemeinsamen Gebet wurde Gott um Schutz für die Tiere gebeten, um Bewahrung vor Krankheit, Seuchen und Gefahr. Gedacht wurde an alle Tiere, die sich verlaufen haben, die hungrig und krank sind und die, die eingeschläfert werden müssen. Ein mitfühlendes Herz, eine sanfte Hand und ein gutes Wort wünschte Pater Georg Andlinger allen Tierhaltern und ihren Tieren. Zum Abschluss bedachte er die Tierhalter und die Tiere mit Weihwasser. Die unerwartete Dusche von oben, wollte nicht jedem Hund gefallen.

 

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