header

Nachdem in diesem Jahr in der Adventszeit keine Konzerte, keine Weihnachtsfeiern und ähnliches stattfinden können, haben Gemeindereferentin Evi Warnke und Pastoralreferent Stephan Tengler für die Ehrenamtlichen des Pastoralen Raums Bischofsheim eine neue Art des Dankeschöns bereitet. Sie luden in Oberweißenbrunn, Langenleiten, Weisbach und Unterweißenbrunn zu einer besinnlich-musikalischen Andacht ein.

In der abgedunkelten Kirche brannten lediglich die Kerzen am Adventskranz und um einen Stern. Stephan Tengler hieß mit leisen meditativen Gitarrenspiel die Besucher der Andacht willkommen.

Sehr persönlich die Worte von Evi Warnke, mit denen sie die Situation in diesem Jahr der Pandemie zusammenfasste führten in die Andacht.

Sie erinnerte an die „Schockstarre“ als zu Ostern die Kirchen schließen mussten. „Nachdem im Sommer unser kirchliches Leben und damit auch Gottesdienste unter strengen Hygieneauflagen wieder möglich waren, hofften wir auf baldige Normalität auch in unseren Pfarrgemeinden.“ Doch in der kalten Jahreszeit stiegen die Inzidenzzahlen wieder sprunghaft an. Die weiteren Kontaktbeschränkungen der sogenannte „Lockdown light“ erschwerte die Planungen und Umsetzung so manch einer gut gemeinten Gemeindeaktion. „Uns allen beschäftigt die Frage: Wie lange dauert es noch mit Corona? Und was wenn die Inzidenzzahlen weiter auf einem hohen Niveu bleiben? Was für Einschränkungen erwarten uns noch?“

Diese bangen Fragen werde derzeit unwillkürlich mit Weihnachten verbunden. „Wir sehnen uns nach dem Fest in der Familie, die Nähe zu Freunden. Ja wir wünschen uns unbeschwerte Stunden in einer guten Gemeinschaft.“

Doch die Erfahrungen der vergangenen Monate ließ die Menschen vorsichtiger werden. Oftmals musste auch so manch gut vorbereitete Feiern schon verschoben werden oder gar ganz ausfallen. Ständig neue Regelungen, die manch einen entmutigen und ermüden ließen. „Das neblige Novemberwetter drückt dazu noch auf unsere Gemütsstimmung.“

Unterbrochen wurden die Gedanken von Musikstücken, von Stephan Tengler auf der Gitarre gespielt, die zum reflektieren der eigenen Stimmung und Situation einluden, aber nicht in in eine traurige Tiefe zogen sondern vielmehr den Blick nach vorne hin öffneten.

Evi Warnke lud dazu ein, in der Adventszeit die Beleuchtung an den Häusern und in den Vorgärten einmal bewusster wahrzunehmen. „Sie sind für mich Lichtblicke als Zeichen der Vorfreude auf Weihnachten.“ Auch das Licht am Adventskranz sei so ein Hoffnungszeichen. Ein Hoffnungszeichen für kluge und maßvolle Entscheidungen der Politiker, einen achtsamen Umgang mit dem neuen Impfstoff im Jahr 2021, für Solidarität der Menschen untereinander, für Geduld und Energie in den Familien und für Auswege und Umwege in schwierigen Lebenssituationen.

Die Besucher der Andacht waren eingeladen, Kerzen nach vorne zum Altar zu bringen, verbunden mit ihren ganz persönlichen Wünschen und Anliegen in diesem besonderen Jahr. „Wir erhoffen sein Licht in diesem Coronajahr als Lichtblicke in schwierigen Situationen, als Licht für Menschen die besonders Mitgefühl und Wärme brauchen“, bat Evi Warnke. Passend dazu das leise gespielte Lied „O Herr wir warten auf dich.“

Der schnelle Klick ...

­