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Ein adventlich-weihnachtlicher Gruß von Pfarrer Gabriel aus Indien, Advent 2020

Liebe Freunde in der Rhön/Deutschland,
Herzliche Grüße von Gabriel aus dem weiten Indien. Ich hoffe, es geht euch allen gut. Im Monat Juni habe ich einen Rundbrief geschrieben an viele, die ich gut gekannt habe. Als ich den Brief zur Post brachte, ist mir gesagt worden, die Post sei nicht im Betrieb. Diese Briefe liegen noch auf meinem Tisch!

Ich hätte auch über Email schreiben können, aber ich kenne von vielen die Mailadresse nicht. So habe ich vor einigen Monaten an unseren Pfarrer Kargl geschrieben und er hat diesen Brief auch in den Pfarrbrief stellen lassen. Ich danke ihm dafür. ( Ausgabe November 2020).


Nun liebe Freunde,
bis Ende August war es für uns eine schwere Zeit. Wir durften NICHTS machen. Am ersten Sonntag des Monats September öffneten wir neu unsere Kirche, aber mit vielen Einschränkungen. Es war eine Freude wieder in die Kirche reingehen zu dürfen. Im ganzen Monat September kamen nur wenige Leute in die Kirche aufgrund der Sozialdistanz, aber dafür hatten wir täglich eine Messe extra in der Kirche.
Aber meine Freude dauerte nicht lang. Am 29.09., meinem Namenstag… an dem Tag habe ich offiziell gehört, dass ich versetzt worden bin. Allerdings durfte ich bis Ende Oktober meine Aufgabe als Pfarrer in der Pfarrei in Palanganatham noch weiter betätigen. Am 30.10. kam der neue Pfarrer an meiner Stelle. Er war früher einmal unser Generalvikar. Wir
feierten miteinander den Gottesdienst in St. Antonius ganz herzlich.
Dann kam ich an meine neue Stelle, welche sich nicht weit weg von der Pfarrei St. Antonius befindet (Etwa 3km). Meine neue Aufgabe heißt: „Caritas und Entwicklung“ für
unsere Diözese. Diese Abteilung war früher - in den 80ziger, 90ziger Jahren - eine ganz große Institution mit über 100 Arbeitern und Ehrenamtlichen. Heute haben wir knapp 30
Mitarbeiter und 20 Ehrenamtliche mit kleinem Honorar .
Ich habe am 1.12. diese neue Aufgabe übernommen. Bis dahin war mein Vorgänger hier; er hat mich in die Arbeit eingeführt und mich den Arbeitern vorgestellt. Seit einer Woche lerne ich meine Aufgabe allein. Es ist mal anstrengend, es macht mir aber auch mal Spaß. Ich habe die ganze Arbeit noch nicht perfekt kapiert, obwohl ich schon eine Ahnung habe, wie alles funktioniert.
Die Mission/Vision/das Ziel des Instituts heißt: „In Solidarität mit den Unterdrückten….in Richtung Gleiche(= gerechte) Gesellschaft“. Wir führen viele Projekte für die Bedürftigen durch … Straßenkinder und die Verlassenen (Frauen) sind unsere Prioritäten… Wir helfen auch den Landwirten… Wir haben 200 Selbsthilfsgruppen…. Sie leiten eine kleine „Volksbank“ unter sich, unter der Leitung unserer Hauptamtlichen. Wir haben Kolpingfamilien unter der Leitung von „Kolping India“.
Ich werde über meine Arbeit und über die jetzigen Projekte bald ausführlich schreiben… ich habe vor, eine Broschüre heraus zu bringen…. Jetzt weiß nicht, was momentan noch zu schreiben wäre.
Aber Sie alle haben mir bisher viel geholfen. Und ich bin noch mehr auf Eure Unterstützung angewiesen, auf Eure Entwicklungshilfe.
Danke Ihnen allen für alles
Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Mit herzlichen Grüßen
Gabriel.

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